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Italien » Weitere Aktivitäten » Klettern in Campese

Klettern in Campese

Der markante Felsen über dem Südende der Bucht von Campese bietet einige interessante Anstiege für den Sportkletterer. Die Nordausrichtung des Felsens ermöglicht auch am Nachmittag ein erträgliches Kletterklima. Einzigartig ist wohl, dass auch bei Nacht geklettert werden kann. Da das Plateau, von dem zu den Umlenkungen abgeseilt werden kann, im Dunkeln liegt, sollte man jedoch vor dem Nachtklettern schon mal da gewesen sein und eine Taschenlampe einpacken.

Es gibt fünf Routen, die mit Kronebohrhaken ausge-zeichnet ausgestattet sind. Die Haken sind meist in sehr kurzen Abständen angebracht, was ein sicheres Vorsteigen ermöglicht.

Bei den Routen 1-4 besteht auch die Möglichkeit, Top-Rope zu sichern. Um die Umlenkung zu erreichen, muss vom Plateau abgeseilt werden (Abseilstand vorhanden: Achtung auf Steinschlag! Lose Steine am Plateau!).

Der Fels ist großteils senkrecht bis überhängend, kompakt aufgebaut und besitzt teilweise einen staubigen Belag, was wohl von der seltenen Begehung herrührt. Trotzdem sind die Routen ziemlich griffig (Staub ersetzt Magnesia) Die Routen sind im mittleren bis oberen Schwierigkeitsbereich ange-siedelt. Da ich selbst schon im oberen 6. Grad meinen Meister finde, konnte ich die schwierigeren Routen lediglich optisch beurteilen. Tipp: Beim ersten Mal lieber Top-Rope gehen.

 

Routenbeschreibung

 

Die Umlenkungen und der Abseilstand bestehen aus 3 Bohrhaken, die mit einer Kette verbunden wurden. Da die drei Haken beim Ein-hängen in der Kette jedoch nicht gleichmäßig belastet werden kann alternativ mit Bandschlingen eine Umlenk-ung eingerichtet werden. Generell sollte jeder selbst in der Lage sein, die Ver-trauenswürdigkeit einer Sicherung zu beurteilen!

1

unten 4 bis 5, oben 6-
ca. 14m; 6 Bohrhaken; Schlüsselstelle ist der kleine Überhang ganz oben

 

 

2

Einstieg 6; sonst 5 ca. 16m; 9 Bohrhaken; Schöner Piaz-Riss ganz oben

 

 

3

leicht überhängend; kleingriffig; 7-8
ca. 10m; 7 Bohrhaken

 

 

4

Erste Hälfte 7; oben leichter ca. 16m; 9 Bohrhaken

 

 

5

sehr direkt gesetzt; überhängend; 8-9
ca. 18m; 9 Bohrhaken

   

Achtung!

 

Oben am Plateau befindet sich der Eingang zum alten Pyrit-Förderstollen, der jedoch schlecht abgesichert ist. Nicht einsteigen! Große Einsturzgefahr!